2004

05. Januar – Teltow
Auf dem Friedhof am Weinbergweg wurden circa 100 A-4-Zettel mit (neo)nazistischen Parolen und Symbolen („Auschwitz ist eine Lüge“ und „Der Jude ist unser größter Feind“) dokumentiert. Sie lagen alle im Bereich des Gedenksteins für die Gefallenen Soldaten der Sowjetarmee. Anzeige wurde gestellt und Ermittlungen aufgenommen.
(MAZ, 06. Januar 2004; MAZ, 03. August 2005)

06. Januar – Brück
Gegen 3 Uhr werfen drei (Neo)nazis einen Molotow-Cocktail in den Imbiss in der Ernst-Thälmann-Straße. Dieser wird Kayihan Kutlu, einem türkischstämmigen Migranten, betrieben. Da er im Gebäude schlief, konnte der Brand schnell gelöscht und die Polizei alarmiert werden. Die Männer zwischen 18 und 21 Jahren konnten gefasst werden. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Tatvorwurfes des versuchten Mordes wurde eingeleitet. Alle Täter wurden zu acht Jahren Haft verurteilt.
(MAZ, 07. Januar 2004; MAZ, 27. Juli 2004; MAZ, 31. August 2004; MAZ, 01. September 2004; MAZ, 13. September 2004)

10. Januar – Drewitz
Gegen 2 Uhr in der Nacht wurden patroullierende Zivilkräfte der Polizei auf den Gesang von sechs Personen aufmerksam, denn diese sangen (neo)nazistische Lieder. Alle Personen wurden in Gewahrsam genommen und drei CD´s mit (neo)nazistischem Inhalt konfisziert. Die Personen sind wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen der Polizei bekannt gewesen.
(PNN, 21. Januar 2004)

30. Januar – Bad Belzig
Die „Preußische Aktionsfront“ führte eine Demonstration unter dem Motto „Arbeit, Freiheit und Brot durch nationalen Sozialismus“ durch. Angemeldet wurde diese durch ein Gründungsmitglieder der BNO im Namen einer „Nationalen Aktionsgemeinschaft Freies Deutschland“. Circa 100 Personen nahmen an dem Aufzug teil.
(MAZ, 29. Januar 2004; MAZ, 30. Januar 2004; MAZ, 31. Januar 2004; MAZ, 03.  Februar 2004; Verfassungsschutzbericht 2004, 59.)

26. März – Bad Belzig
Vier Jugendliche wurden beim Verlassen der Diskothek „Flash“ von circa 20 (Neo)nazis beleidigt und dann tätlich angegriffen. Anzeige wurde erstattet.
(Jugend Antifa Belzig, 07. April 2004; MAZ 08. April 2004)

03. April – Bad Belzig
Circa 20 alternative Jugendliche wollten die Diskothek „Flash“ besuchen. Vor dieser warteten jedoch circa 40 (Neo)nazis. Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen, wobei die (Neo)nazis „Heil Hitler“ skandierten und den Hitlergruß zeigten. Anzeigen wurden erstattet.
(Jugend Antifa Belzig, 07. April 2004; MAZ 08. April 2004)

09. April – Bad Belzig
Am Haus eines Antifaschisten hinterlassen (Neo)nazis den Spruch „Gott vergibt, wir nie – ihr habt Namen und Adressen“.
(TAZ, 23. April 2004)

23. April – Bad Belzig
Im Vorfeld einer antifaschistischen Demonstration am 24. April verklebten (Neo)nazis zahlreiche Aufkleber mit (neo)nazistischen Inhalten in der Stadt und versuchten die Schaufensterscheibe des Info-Cafés „Der Winkel“ einzuschlagen.
(MAZ, 26. April 2004)

08. Mai – Bad Belzig
Anlässlich des Kriegsendes in Europa wurde eine Demonstration der „Preußische Aktionsfront“ mit 80 Teilnehmer_innen durchgeführt. Das Motto lautete „Schluss mit der Befreiungslüge“. Gegen zwei Demonstrationsteilnehmer_innen wurden Platzverweise ausgesprochen, weil sie gegen das Versammlungsgesetzt verstoßen hatten.
(MAZ, 10. Mai 2004)

09. September – Ziesar
Während einer Rucksackkontrolle bei zwei Schülern wurde eine CD mit (neo)nazistischem Inhalt festgestellt.
(MAZ, 13. September 2009)

11. September – Kleinmachnow
Aufgrund einer antifaschistischen Demonstration gegen den Holocaustleugner Horst Mahler rufen (Neo)nazis zu einer Kundgebung auf. Hierfür verteilten sie im Vorfeld Flugblätter in Briefkästen.
(Inforiot, 10. September 2004)

30. Oktober – Bad Belzig
Ein Fenster des Info-Cafés „Der Winkel“ wird durch einen Feldstein zerstört.
(MAZ, 02. November 2004)

28. November – Bad Belzig
Unbekannte werfen eine Flasche gegen die Eingangstür des Info-Cafés „Der Winkel“, diese wird dabei zerstört.
(MAZ, 29. November 2004)

30. Dezember – Werder (Havel)
Drei männliche Personen (19, 23 und 44 Jahre alt) werfen einen Brandsatz gegen die Scheibe eines Imbiss. In diesem befanden sich türkischstämmige Angestellte, einer von ihnen wurde leicht Verletzt. Die Täter konnten durch die Angestellten festgesetzt werden.
(Berliner Morgenpost, 04. Januar 2005;Opferperspektive, 21. September 2005, Berliner Morgenpost, 23. September 2005)

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